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DIN EN 343 - Wind- und Wetterschutz: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 10. Juni 2021, 07:58 Uhr

DIN EN 343 - Wind- und Wetterschutz
Piktogramm der DIN EN 343 - Wind- und Wetterschutz
Risikokategorie: 1
Anwendungsbereiche:
  • Abfallwirtschaft
  • Stadtreinigung
  • Straßensauberkeit
  • Gleisbau
  • Straßenbau
  • Winterdienst
  • Garten und Landschaftsbau
Siehe auch:
Verweise:
Hierbei handelt es sich um ein verkürzte Zusammenfassung einer verbindlichen Norm aus dem Arbeitsschutz oder Gesundheitsschutz. Dieser Beitrag hat nicht den Anspruch die in der Norm definierten Anforderungen vollständig wiederzugeben. Auch kann keine Gewähr für die Aktualität der Informationen gegeben werden.
Wie jeder Artikel in diesem Wiki entstand auch dieser Beitrag ohne direkte redaktionelle Begleitung und Kontrolle. Jeder nicht geschützte Inhalt kann durch angemeldete Benutzer verändert werden. Das Arbeitsschutz-Wiki übernimmt daher keinerlei Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit. Für weitere Infos siehe auch Arbeitsschutz_Wiki:Über_Arbeitsschutz_Wiki.


Bekleidung, die den Anforderungen der Norm DIN EN 343 genügt, schützt den/die Träger*innen vor Niederschlägen, Regen, Schnee, Nebel, Feuchtigkeit oder Wind. Häufig wird allgemein in dem Zusammenhang über Regenschutzkleidung oder Wetterschutzkleidung gesprochen. Eine vollständig wasserdichte Arbeitskleidung sucht man jedoch vergeblich, denn ab einem gewissen Wasserdruck, gibt jedes Gewebe nach. Dies sollte auch nicht das Ziel sein. Viel wichtiger ist es eine Schutzkleidung zu haben, die den Träger vor den Regen schützt und gleichzeitig auch Atmungsaktiv ist. Aus diesem Grund sind zwei Faktoren innerhalb dieser Norm relevant:

  • Wasserdurchgangswiderstand - wird auch als Wasserdichtigkeit bezeichnet
  • Wasserdampfdurchgangswiderstand - wird auch als Atmungsaktivität oder als Ret-Wert (Siehe: R-et) bezeichnet

Die Ergebnisse werden in Klassen unterteilt. Je besser das Ergebnis umso höher die erreichte Klasse. Dabei ist jedoch zu erwähnen, dass man bei dem Wasserdurchgangswiderstand einen möglichst hohen Wert erreichen möchte, während man bei dem Wasserdampfdurchgangswiderstand immer einen möglichst geringen Wert erreichen möchte.

Bei Wind und Wetterschutz handelt sich um PSA der Risikokategorie 1

Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichtigkeit)

Der Wasserdurchgangswiderstand wird ermittelt, indem das zu prüfende Material unter Druck gesetzt wird. Der Ermittelte Wert wird in der Einheit Pascal angegeben. Die Höhe des Werts bestimmt die Schutzklasse innerhalb der Norm.
Häufig wird jedoch in dem Zusammenhang auch von der sogenannten Wassersäule gesprochen. So entspricht z.B. die Klasse 3 einer 1.300mm (bzw. 1,3m) Wassersäule. Die Grafik zeigt eine schematische Darstellung der Ermittlung der DIN EN 343 Wetterschutzklasse mittels Wassersäule. Auf dem Bild ist unten flach der Prüfling zu sehen. Darüber steht die Wassersäule, die einen entsprechenden Druck auf den Prüfling ausübt.

Klasse Anforderung Wassersäule
(Millimeter)
Wassersäule
(Meter)
Klasse 1 & 2 ≥ 8.000 Pa ≥ 815mm ≥ 0,8m
Klasse 3 ≥ 13.000 Pa ≥ 1.325mm ≥ 1,3m
Klasse 4 ≥ 20.000 Pa ≥ 2.039mm ≥ 2,0m

So entspricht 1 Pa umgerechnet und gerundet 0,1mm (bzw. 0,0001019716m) Wassersäule.
Einige Hersteller von Regenschutzbekleidung übertreffen diesen Wert deutlich und geben daher häufig (neben der Klasse) auch die Wassersäule an. So ist es nicht unüblich, dass einige Hersteller mit einer 10.000mm oder gar einer 20.000mm Wassersäule werben. Diese Werte übertreffen die Mindestanforderung der höchsten Klassifizierung deutlich.

Wasserdampfdurchgangswiderstand (Atmungsaktivität)

Klasse Anforderung
Klasse 1 Ret > 40 unbefriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
Klasse 3 25 < Ret ≤ 40 befriedigende Wasserdampfdurchlässigkeit
Klasse 3 15 < Ret ≤ 25 gute Wasserdampfdurchlässigkeit
Klasse 4 Ret ≤ 15 sehr gute Wasserdampfdurchlässigkeit

Der RET-Wert wird ermittelt und der Hersteller gibt dann im Zusammenhand mit der DIN EN 343 nur noch die dazugehörige Klasse an. Einige Hersteller von Regenkleidung geben jedoch zusätzlich und freiwillig den exakten Wert an. Dies passiert in der Regel jedoch nur dann, wenn der RET-Wert deutlich besser als 15 ist. Hin und wieder begegnet einem in diesem Zusammenhang auch die Abkürzung MVTR.



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